Vorwahlen in den USA haben begonnen – Liveblog und eigene Kommentare (27.04.16) (13:39) (Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island)

Tobias/ April 27, 2016/ Tobi´s view/ 0 comments

Hallo zusammen,

seit einigen Wochen hat der Startschuss der sogenannten “Primaries” offiziell stattgefunden

Dabei handelt es sich nicht um die eigentliche Präsidentschaftswahl in den USA, diese erfolgt erst im November dieses Jahres, sondern eben um die eigentlichen Vorwahlen.

Sowohl die Demokraten als auch die Republikaner lassen von ihren Anhängern entscheiden, welcher Kandidat im jeweiligen Bundesstaat die meisten Stimmen erhält.

Im weiteren Verlauf versuche ich in Form eines Liveblogs alle relevanteren Ereignisse und Daten zu präsentieren und teilweise auch zu kommentieren.

Liveblog zu den US-Vorwahlen (Primaries)

Die Vorwahlen in dem Bundesstaat Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island

Republikaner

Donald Trump: Connecticut, Delaware, Maryland, Pennsylvania und Rhode Island

Ted Cruz: –

John Kasich: –

Demokraten

Hillary Clinton: Connecticut, Delaware, Maryland und Pennsylvania

Bernie Sanders: Rhode Island

(27.04.16)

(12:57)

  • so, da bin ich auch wieder; leider war es mir gestern Nacht doch nicht mehr vergönnt, dies alles live zu bloggen, dafür waren die Kopfschmerzen einfach zu stark
  • aber nun gut, wollen wir mal lieber wieder back to topic geraten, was ist eigentlich gestern Großes passiert ?
  • die Antwort ist relativ einfach: dieser Abend ist ganz klar zu Gunsten von Donald Trump (Republikaner) und Hillary Clinton (Demokraten) verlaufen
  • selbst der eine Sieg von Bernie Sanders in Rhode Island hat hier so gut wie keine Aussagekraft

(13:32)

  • im Folgenden meine Meinung zu den neuesten Ereignissen der letzten Tage

GOP

  • -> (1) ohne dass ich nun auf wirklich jeden einzelnen Bundesstaat eingehe, möchte ich viel mehr diesen Sieg von Donald Trump in die neu entstandene Rahmenbedingung, nämlich das neu geschmiedete Bündnis zwischen Ted Cruz und John Kasich, einbetten
  • man muss sich dies erst einmal verdeutlichen; über Monate waren Kasich und Cruz nun große Gegner und haben sich auch gegenseitig angegriffen, und auf einmal gibt es die Idee, schon fast egal wie, so sieht es zumindest aus, diesen Donald Trump dann doch noch zu stoppen
  • mit einem echten Stop verbindet man allerdings nicht die Tatsache, dass ein Ted Cruz am Ende doch noch mehr Delegiertenstimmen erhalten kann, sondern nur, dass die Zahl von 1237 “Pledged Delegates” von Trump eben doch nicht vor der Convention in Cleveland erreicht werden kann
  • -> (2) Anhänger von Donald Trump haben in diesem Zusammenschluss von Cruz und Kasich vor allem so etwas wie ein Eingeständnis der eigenen Schwäche gesehen, und selbst Donald Trump spricht dieses neue Bündnis offen an
  • wenn man nun auf die Ergebnisse von gestern Abend schaut, so kann man sich ja eigentlich nur wundern oder zumindest die Frage stellen, ob dieser Schachzug vielleicht schon längst wieder an Bedeutung verloren haben könnte, schließlich sprechen 5 Bundesstaaten gegenüber 0 eine klare Sprache
  • nichtsdestotrotz sollte man in dieser Hinsicht nicht unbedingt die Wahl von gestern Abend betrachten, sondern vielmehr ein von nun an aufkommender Versuch, sich in bestimmen Bundesstaaten zu Gunsten des Verbündeten explizit herauszuhalten und auch den eigenen Anhängern dieses zu verdeutlichen
  • -> (3) sicherlich kann der gestrige Abend weder Cruz noch Kasich gefallen, allerdings sind dies bei Weitem noch nicht die letzten Bundesstaaten gewesen, und dieses Bündnis ist von nun an bis zum Schluss ausgelegt
  • wie ich am 20. April bereits geschrieben hatte, so glaube ich, dass New York den ausschlaggebenden Punkt mit sich gebracht hat und dass nun alles Folgende nicht mehr wirklich viel daran ändern wird
  • für mich steht ganz klar fest, dass es einzig Donald Trump sein kann, der die 1237 für sich verbuchen könnte, allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass er kurz davor scheitern wird, und dies ist die eigentliche Absicht des so neuen Bündnisses
  • es geht darum, dass Donald Trump auf der Convention im ersten Wahlgang eben nicht als der offizielle Kandidat um die amerikanische Präsidentschaft feststehen kann; was danach alles nur Erdenkliche passieren könnte, ohne dass die gesamte Partei noch mehr Spaltung erfahren würde, weiß allerdings im Moment niemand

Demokratische Partei

  • -> (1) vieles von dem, was zu Donald Trump angemerkt werden konnte, gilt auch für Hillary Clinton; so ist ihre Position seit New York extrem gewachsen
  • Bernie Sanders ist zwar noch mit im Rennen, allerdings ist dies eher den Themen und der Signalwirkung geschuldet; Bernie Sanders wird bis zum Schluss nicht aufgeben, einfach um Hillary Clitons politische Programmatik so gut es geht noch herausfordern zu können
  • schon sehr früh war bei den Demokraten ersichtlich, dass der Vorsprung von Hillary Clinton zu Bernie Sanders nicht mehr kleiner werden wird, und dennoch hält die Sanders-Campaign gerade daran fest
  • -> (2) Hillary Clinton selbst, spätestens seit New York, konzentriert sich jedoch so langsam immer mehr auf ihren klaren Widersacher, Donald Trump; nicht umsonst kommen selbst in ihren Reden an einem Wahlabend Sätze wie “(…) we all love Donald Trump´s hate” zum Vorschein
  • für die Clinton-Campaign sind zwar die noch ausstehenden Bundesstaaten extrem wichtig, allerdings eher im Hinblick darauf, ob auch hier die Anzahl der Delegierten ohne die sogenannten “Super Delegates” erreicht werden kann oder eben nicht
  • wie bereits zuvor, in Bezug auf New York, angemerkt, ist diese Hürde ohne die Super Delegates für Hillary Clinton immer noch sehr fraglich zu schaffen; auch hier sieht man wieder eine gewisse Ähnlichkeit zur der Situation von Donald Trump auf Seiten der Republikaner

(13:39)

  • nun sind wir auch schon wieder durch; im Moment kommt es mir in vielen Fällen so vor, als würde ich immer wieder die Sätze der letzten Wochen, wenn auch in einer etwas abgeänderten Form, präsentieren
  • viele Dinge wiederholen sich im Moment, zumindest dann, wenn man einzig auf den Gesamtzusammenhang schaut, nämlich die Frage, ob man die notwendige Anzahl der Delegierten noch vor den Conventions erreichen kann oder nicht
  • so komisch sich dies auch anhören mag, die Wahl von gestern Abend hat hier keine wirkliche Änderung mit sich gebracht
  • die nächste Vorwahl findet dann am 3. Mai in Indiana statt; ich hoffe dann wieder live bloggen zu können
  • danke fürs Lesen und bis zum 3. Mai dann !

MfG Tobias

tobiaspuetter.eu

 

 

 

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