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Liste an Filmen 2018 / 2019 (Update: 13.09.19 ; Bewertung zu „ES – Kapitel 1“ hinzugefügt) (ohne Spoiler)

Last updated on 13. September 2019

Hallo zusammen,

auch in diesem Jahr freue ich mich wieder auf ein richtig gutes Filmjahr. 2018 habe ich zwar nicht viele Filme gesehen, dafür zu Teilen richtig gute. 2019 hat es auch schon den ein oder anderen wirklich interessanten Moment gegeben. Mehr dazu in der nun folgenden Liste, die immer wieder ein Update erfahren wird.

WICHTIGER HINWEIS:

Ihr findet jede Kurz-Review zu dem jeweiligen Film auch auf meinem Letterboxd-Account, den ich ab heute (17.08.19) wieder aktiver betreiben möchte und deshalb mit „altem Material“ bereits versehen habe !

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Rückschau zu Filmen 2019 (eigene Benotung: 1 – 5 Punkte ; früher 1 – 10) (Änderung ab dem 17.08.19)

Neue Benotung: 1 – 5 Punkte

ES – Kapitel I (9) (jeder kennt ja, davon gehe ich einfach mal aus, die Netflix-Serie „Stranger Things“, die für einen Blick in die 80er-Jahre steht, wie fast keine andere vergleichbare ; auch der Film, eine weitere Steven King-Adapation von „The Body“, „Stand By Me“ versprüht ein ähnliches Feeling ; ich habe mir schon lange Zeit gewünscht, dass ein neuer Film, am besten auch im Steven King-Universum, genau diese Zeit und diesen Charme ausdrücken kann ; lange Zeit habe ich darauf warten müssen, aber „ES – Kapitel I“ steht genau dafür

abseits von den ganzen Jump Scare-Szenen, die teilweise schon fast unangemessen wirken und fast „too much“ sind, sehen wir als Zuschauer endlich mal wieder eine super sympathische Clique aus Jugendlichen, die alle so verschieden sind, und doch eines gemeinsam haben, eben diese Angst vor „ES“, dem Clown, „Pennywise“ ; auch wenn ich das Buch nicht gelesen habe, macht auch der Film auf fast schon unmissverständliche Art und Weise deutlich, dass wir es hier nicht mit einem bloßen Clown-Horror zu tun haben, sondern viel mehr mit einer Manifestation von einem Angst erzeugenden Etwas, das genau das ausdrückt, was individuell am bedrohlichsten erscheint

ich weiß nicht, wie Kapitel II ausfallen wird, diesen Film werde ich erst bald irgendwann auf dem Fernseher zu Hause schauen, allerdings bin ich mir sicher, dass Kapitel I zu aller Erst darauf ausgelegt ist, etwas „Coming of Age“-Story zu vermitteln, so dass der Horror eigentlich eher in den Hintergrund rückt ; ich weiß nicht, ob es vielleicht sogar besser gewesen wäre, eine subtilere Darstellungsweise zu wählen, wie bei dem von mir angesprochenen Film „Stand By Me“, den ich auch Jahre danach immer noch als sehr gelungen wahrnehme

für mich selbst, auch wenn ich nicht alle Film-Adapationen von Steven King gesehen habe, ist hier einfach der perfekte Blickwinkel gewählt worden, so dass die Gruppe, ähnlich wie bei ES – Kapitel I, dort nämlich die „Gruppe der Verlierer“, und ihre verknüpften Charakteristika vor allen anderen Personen oder Schauplätzen Screentime erhält ; ich mag es einfach, wenn man schon diesen Blick zurück in die Vergangenheit erzielen möchte, dass es so realistisch wie möglich aufkommt ; vielleicht hätte auch dieser Film davon noch etwas mehr haben können, auch wenn dann die grandiose Arbeit von Bill Skarsgård, der dem Clown „Pennywise“ Leben einhaucht, darunter vielleicht sogar ein wenig gelitten hätte

nichtsdestotrotz überwiegt bei mir ganz klar der sehr gute Eindruck aufgrund eines gelungenen Drehbuchs, natürlich wirkender Jungschauspieler, hier besonders das Mädchen hervorzuheben, einfach toller Landschaftsaufnahmen und einer Art von Horror, mit der man gut leben kann, ohne dass man sogar dieser überdrüssig wird ; am Ende komme ich zu einer 4,3 von 5, was aufgerundet eine 4,5 wird ; vielleicht kann hier sogar Kapitel II die 5 doch noch „voll machen“ !)

lte Benotung: 1 – 10 Punkte

X Men: Apocalypse (7) (ich mag keine Superhelden-Filme bzw. -Serien, das ist ja schon längere Zeit bekannt, doch bei Spiderman und den X-Men habe ich oft eine Ausnahme gemacht ; die ersten beiden Teile der zweiten Trilogie fand ich so clever umgesetzt, dass es sich förmlich unglaublich neu angefühlt hat ; die Vermischung der echten Welt, siehe Kalter Krieg (Kuba-Krise), mit der Origin-Story von Magneto, Professor Charles Xavier und vielen anderen, ist für mich Ausdruck eines “Way to go” ;

lange Zeit habe ich immer wieder vom Anti-Hype rund um Apocalypse gehört ; nun, ganz spontan, einfach angemacht, und was soll ich sagen ? die Magie ist weg ; so teilweise belangloser Müll, den die Figuren von sich geben ; 144 Minuten an Laufzeit, die sich anfühlen, als würde man Titanic, den ich sehr mag, doppelt schauen ; CGI, das mehr stört, als dass es Sinn macht ; all das ist nicht gerade das, was ich mir für eine solche Fortsetzung gewünscht habe ; irgendwie ist er zwar ganz interessant, an nur wenigen Stellen, aber dies liegt für mich nur an den Szenen, die ähnlich aufgebaut sind, wie “Erste Entscheidung” und “Zukunft ist Vergangenheit” ; es hätte so viel besser alles werden können, eine 7 von 10 ist echt noch gnädig, eigentlich eher Tendenz in Richtung 5 bis 6 !)

Bird Box (Netflix) (7) (an sich eine nette Idee, aber, wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich den Film nur wegen Sandra Bullock geschaut ; da “The Quiet Place” für viele Zuschauer so ein Erfolg darstellen konnte, und die Thematik damit ein wenig vergleichbar ist, wollte ich dem Ganzen mal eine Chance geben ; schon früh im Film bringen sich Menschen um, teilweise auf brutale Art und Weise, und es scheint Wesen zu geben, die man nicht erblicken darf, weshalb man oft die Augen komplett zuhalten muss, um sich selbst oder andere nicht zu schädigen ; die Umsetzung war ganz in Ordnung, aber ich war nie so wirklich angefixt ; kann man schauen, wenn man sich auf eine unbekannte Bedrohung und die Auseinandersetzung damit freut, aber muss man eben auch nicht ; mehr als 7 von 10 kann ich deswegen nicht verteilen)

Black Mirror: Bandersnatch (Netflix) (7) (an sich eine echt interessante Idee, aber mehr als zwischendurch kurz reinschauen, sehe ich hier einfach nicht ; ich mag die Vorstellung, dass man als Zuschauer gewisse Entscheidungen in einer Art “live” treffen kann ; wenn man sich daran jedoch gewohnt hatte, war es auch nicht mehr die große Überraschung, sondern wurde immer mehr zum Alltag der Betrachtung an sich ; ein in den 80er-Jahren relativ instabiler, psychisch gesehen, Programmierer hat den Wunsch, ein eigenes Computer-Spiel zu erschaffen

dabei erlebt er jedoch, wie sehr seine Entscheidungen, die man als Zuschauer hier so gut wie durchgehend trifft, mindestens kurzfristige Folgen mit sich bringen ; das Hauptthema dieses Films ist hierbei vor allem die Frage, ob es so etwas wie verschiedene Pfade innerhalb der Zeit gibt, und wie sich der eingeschlagene Pfad zu anderen stark unterscheidet ; mehr möchte ich auch nicht verraten, die interessanteste Message kommt eher später, auch wenn man als Zuschauer schon schnell gecheckt hat, was für eine eigene Rolle man selbst in diesem Zusammenhang einnimmt ; einfach weil ich die Idee des Films an sich sehr mag, auch wenn teilweise langweiliger als gedacht (Schleife !), so reicht es mir einfach nicht so wirklich ; früher wäre es bei der alten Benotung eine 4 von 5 geworden, bei der neuen Bewertung komme ich jedoch jetzt nur zu einer 7 von 10 ; nichtsdestotrotz freue ich mich sehr auf die neue Staffel von Black Mirror dieses Jahr !)

Roma (Netflix) (10) (ein Film, auf den ich mich lange gefreut habe ; seit Ewigkeiten erwartet, auch weil es einen Einblick in die Kindheit von Alfonso Cuaron bietet ; vielleicht wird er sogar den Oscar als bester fremdsprachlicher Film erhalten ; selbst wenn nicht, für mich der beste Film, den ich im letzten Jahr gesehen habe ; es ist kein einfacher Film, weil er doch sehr langsam, zumindest an einigen Stellen, wirkt und auch in Schwarz / Weiß gehalten ist ; man muss sich diesem Film hingeben, man sollte alles andere im Moment des Schauens einfach komplett zur Seite schieben ; entweder gibt man sich ihm hin oder man sollte ihn nicht schauen, es gibt hier nur die beiden Extreme, so sehe ich dies auf jeden Fall

Roma bezieht sich auf einen Stadtteil von Mexiko-City Anfang der 1970er-Jahre, in dem sich auch das Haus einer Mittelklasse-Familie befindet ; auch wenn die noch recht junge Cleo “nur” als Hausmädchen fungiert, wird sie mit der Zeit ein wahrer Bestandteil der Familie, ohne je zu vergessen, dass sie nur angestellt ist ; diesen Film könnte man als eine Liebeserklärung an eine Frau verstehen, die ihr eigenes Wohl und auch Teil ihres Lebens für andere Menschen aufgegeben hat

Roma lässt einen nicht kalt, Roma begeistert, Roma bringt einem (fast) zum Weinen, Roma ist Emotion pur ; Roma ist aber auch die Intention, dass man die politischen Ereignisse im Mexiko der Vergangenheit nicht vergisst ; ein absolutes Meisterwerk, das man gesehen haben muss, wenn man Geduld und Zuneigung selbst mitbringt ; für mich einer der besten Filme der letzten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte ; früher hätte ich eine 5 von 5 verteilt, nun ist es glasklar eine 10 von 10 !)

Rückschau zu Filmen 2018 (eigene Benotung: 1 – 5 Punkte)

Your Name (5) (seit Monaten hört man immer wieder von diesem so besonderen Anime-Film ; seit gut 2 Minuten verstehe ich warum ; die Zeichenart und der unglaublich emotional passende Soundtrack machen diesen Film so besonders ; an einigen Stellen ist er etwas kompliziert, und doch spielt dies nur eine kleine Rolle, die Magie wird dadurch in keiner Weise ausgelöscht ; auf den ersten Blick haben wir es mit einer bloßen Körperwandel-Story zu tun, so dass ein Junge aus Tokio und ein Mädchen aus dem ländlichen Japan ihr Leben aus einer ganz anderen Perspektive erleben dürfen ;

wieso dies der Fall ist, und welche Gefahr nun bevorsteht, tja, dass möchte ich auf jeden Fall nicht verraten ; der Film kam gestern (25.12.18) auf Pro 7 Maxx und kann gerade noch in der 7TV-App oder eben im Browser geschaut werden ; ich rate jedem, diese Gelegenheit wahrzunehmen, wenn man mit Animes und einer tieferen Message mehr als zurecht kommt ; dieser Film ist etwas ganz Besonderes und verdient ganz klar eine 5 von 5 !)

El Camino Christmas (Netflix) (4) (der etwas andere Weihnachtsfilm, den nicht jeder mögen wird ; die Story ist belanglos (Eric Roth reist nach El Camino um seinen Vater zu finden, den er noch gar nicht kennt, nur wenig später kommt es zu einer sehr seltsamen Geiselnahme in einem Supermarkt), die Charaktere gut drüber und die Szenerie halt irgendwo im Nirgendwo in Nevada, das kann ja nichts werden, oder ? ; habe mich mir auch gedacht, aber ich hatte super viel Spaß ; wenn man die Serie “Fargo” mag, also total skurrile Charaktere und so unglaublich sinnlose Dialoge, dann sollte man diesem Film eine Chance geben

viele Zuschauer werden schon nach wenigen Minuten abschalten, aber gerade in der Weihnachtszeit möchte ich auch einfach mal etwas zum Lachen haben und auch mal einfach nur denken “man, wie doof ist das eigentlich, aber who cares”, genau das bietet der Film ; eine eigentlich echt schräge und auch belanglose Netflix Original-Produktion, die man sich trotzdem mal geben kann, wenn man Bock drauf hat ; ja, sogar 4 von 5 Punkten, es ist einfach Weihnachten, da drückt man auch mal die Augen zu, sonst wäre es eher eine 3 geworden)

The Heart of Christmas (Amazon Prime Video) (5) (dieser Film wird einer meiner absoluten Lieblingsfilme zu Weihnachten werden, wenn es um die nächsten Jahr geht ; ich wusste schon vor dem Schauen, was auf mich zukommt, aber dies hat nicht einmal im Entferntesten jegliche Emotionen gelindert ; dieser Film, gerade da er auf einer wahren Begebenheit basiert, ist wirklich das Herz von Weihnachten, da er die Essenz davon so strahlend wiedergeben kann ; mir ist ganz egal, ob es hier extra für ein christliches Publikum gedacht war oder nicht, für mich steht die Message im Vordergrund ; Dax, fast zwei Jahre alt, wird ins Krankenhaus gebracht, schon schnell stellt sich für seine Eltern die erschreckende Nachricht heraus, nämlich Leukämie ; eine Nachbarin fragt sich, wieso zu Halloween schon für Weihnachten geschmückt wird, und gerät so auf den Blog von Dax´Mutter, auf dem sie die ganze Leidensgeschichte und die Liebe und Hilfe der anderen betroffenen Menschen, aber auch der eigenen Familie, beschreibt

im Laufe des Film bekommen wir dieses Geschriebene zu sehen, und es lässt einen nicht kalt ; ich weiß, dass gerade zu Weihnachten immer wieder auf Spenden und Menschen in Not hingewiesen wird, aber oft wird es einfach ignoriert, ob nun Armut in der Welt, die Flüchtlingsfrage oder eben schwer-erkrankte Kinder im eigenen Land ; dieser Film entreißt einem jedoch förmlich für die ganzen Minuten diese Klappe der Distanz und saugt einen in die Gefühlswelt aller betroffenen Personen ein ; ohne Witz, wer bei diesem Film nicht Emotionen zeigen kann, dem kann ich nicht mehr helfen ; dieser Film drückt für mich die wahre Botschaft von Weihnachten aus, und dies sind nicht die Geschenke, sondern die Geborgenheit und das Zusammensein mit den Menschen, die einem im Leben immer am wichtigsten waren und hoffentlich noch sein werden ; eine klare 5 von 5, einfach nur bedrückend, hart und schön zugleich !)

Wish for Christmas – Glaube an Weihnachten (Amazon Prime Video) (4) (nun gut, der religiöse Part wird nicht jedem gefallen, auch ich hatte damit teilweise einige Probleme ; die Haupt-Prämisse behandelt die Frage, was wäre, wenn die eigenen Eltern (der Hauptfigur, eine 17-jährige Schülerin, kurz vor dem College) nicht mehr an Gott glauben würden ? ; man kann natürlich als Kontroverse anmerken, dass es sich hier sehr um Werbung für den christlichen Glauben handelt, was definitiv auch so gedacht ist, trotzdem sehe ich hier mehr drin ; bei Themen wie Social Media, Erfolg im Geschäftsleben, egal wie, oder auch dem Sinn, wieso man überhaupt Weihnachten feiern sollte, sehe ich eben nicht nur das Christentum als Hauptschwerpunkt des Films

ist doch eigentlich ganz egal, an was man glaubt, sondern eher, was einem im Leben als wichtig erscheint ; geht es bei Weihnachten wirklich nur, wie man leider in der heutigen Welt oft denken mag, nur um Kommerz, oder findet man vielleicht gerade in dieser Zeit des Jahres zu so etwas, was man Ruhe und Zufriedenheit nennen könnte ? ; auch wird in diesem Film sehr gut zur Sprache gebracht, dass das Verhalten einer Person anderen gegenüber auch immer Konsequenzen bedeuten mag ; man könnte noch so viel mehr interpretieren, aber am Ende geht es doch eher um die Bedeutung dieser Zeit, egal was für einen Glauben man selbst bevorzugt ; der etwas andere Weihnachtsfilm, der einen aber zum Nachdenken antreibt, was oft genau das Richtige sein kann ; keine 5 von 5, aber eine solide 4 !)

Mission Impossible: Fallout (5) (man kann zu Tom Cruise stehen, wie man möchte, aber dieser Film unterstreicht in so vielen Szenen, was für ein überragender Action-Star er immer noch ist ; die Story ist relativ oberflächlich gehalten, wie immer eben eine unmögliche Mission, in diesem Falle das Verhindern einer atomaren Bedrohung durch frühere Geheimdienstler, die nun wie Terroristen, genannt “Die Apostel”, die politische Weltordnung für immer zu Fall bringen wollen (siehe hierzu noch einmal Mission Impossible: Rogue Nation) ; Ethan Hunt kann eigentlich zu Beginn der Handlung schon früh Herr der Lage werden, indem er das zum Kauf angebotene Plutonium beschlagnahmt, nur lässt ihn das Wohl der eigenen Team-Mitglieder hier keine andere Wahl

in so vielen Szenen werden wir als Zuschauer daran erinnert, dass bei Themen der Spionage und nationalen Sicherheit immer noch gilt: “vertraue niemandem” ; es gibt eine Reihe an Story Twists, die manchmal passen, aber eben nicht immer ; sind wir aber mal ehrlich, die Story ist bei MI das Eine, aber die Action das Andere, so auch in Fallout ; es gibt so viele geniale Kampf-Choreografien und Momente, bei denen einem der Atem weg bleibt, einfach nur ein höllischer Spaß ; wenn man nun noch weiß, dass Tom Cruise so gut wie alles selbst geschauspielert, ja sogar einen HALO-Sprung aus einem Flugzeug durchgezogen hat, dann haben diese Handlungen noch so viel mehr Gewicht ; 5 von 5 Punkten ist hier das Minimum, einfach nur der Wahnsinn !)

Mogli – Legende des Dschungels (Netflix) (5) (also, ganz ohne Spaß, dieser Film hat mir extrem zugesagt, allerdings musste ich, seit Ewigkeiten überhaupt, unbedingt von der deutschen Synchro auf die originale umschalten ; ich fand die Synchro an so vielen Stellen, innerhalb der ersten 20 Minuten, so unglaublich deplatziert und einfach nur störend ; ich bin kein Fan davon, immer auf die OV hinweisen zu müssen, aber in diesem Falle ist es so ; man sollte bei Mogli, im Gegensatz zum Disney-Klassiker “Das Dschungelbuch”, eine helle und wohlige Stimmung auf keinen Fall erwarten ; Mogli ist meiner Meinung nach nicht einmal etwas für Kinder, ab 12 Jahren sollte das Mindestalter darstellen

wir haben es wirklich mit einem echten, teilweise auch bedrohlichen, indischen Dschungel zu tun, bei dem gerade der Tiger Shir Kan wirklich beeindruckend wirkt ; ja das CGI könnte besser sein, aber trotzdem hat es mich nie gestört, für mich immer noch hochwertig genug ; mit den Stimmen und der Motion Capturing-Performance von Benedict Cumberbatch (Shir Kan), Christian Bale (Baghira), Kate Blanchett (Kaa) und natürlich Andy Serkis (Balu) selbst war es teilweise ein Hochgenuss ; Andy Serkis (bekannt als Darsteller des Gollum/Smeagol in “Der Herr der Ringe”) hat hier meiner Meinung nach bei seiner Regie-Arbeit extrem stark abgeliefert ; wer auf eine erwachsene Darstellung, ein düsteres Bühnenbild und den Rückgriff auf das originale Dschungelbuch von Rudyard Kipling Lust verspüren sollte, dem kann ich diesen Film nur empfehlen ; nicht nur vom Filmischen her, sondern auch, was die Figuren anbelangt, ein echt hochkarätiger Release auf Netflix)

Quelle (Bild; frei zugänglich): Pixabay

Published inReview of Movies and Series

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